Theater 2013

Informationen, Neuigkeiten, Presseberichte

Liebe Freunde der plattdeutschen Sprache.

Auch in diesem Jahr wird die Laienspielschar Freckenhorst

wieder ein plattdeutsches Bühnenstück aufführen..

Premiere am 2.11.2013 Bilder: Andreas Engbert

 

 

Vorführung am 9.11.2013. Bilder Maria Zelleröhr

 

Die Theatergruppe 2013 mit Helfern:

v.L.: Hans-Werner Cybulski, Alfons Reinker, Norbert Stammkötter, Hedwig Fenke, Bernd Zurwieden,

Anne DühlmannAugust Weiser, Katharina Althaus, Annette Recker, Anja Reichard, Dominik Kraß,

Annette Minke, Björn Maibaum, Judith Buller, Gudrun Hild

Een Butler up`n Buernhow

Komödie in drei Akten von

Hans-Schimmel

 

Mitwirkende Personen:

Jopp Dührkopp Kleinbauer Bernd Zurwieden
Birthe Dührkopp Schwester von Jopp Annette Recker
Lore=Lisbeth Magd auf den Hof Judith Buller
Pastor Udo Glaser Guter Freund von Jopp Norbert Stammkötter
Fred Bodendiek Landwirt und Nachbar von Jopp Björn Maibaum
Silvia Lüttge Beamtin des Landwirtschaftsministeriums Gudrun Hild
Michaela Katzenauer Hat ein Auge auf Jopp geworfen Katharina Althaus
Minika Lohmann Feriengast Hedwig Fenke
Johann Butler von Beruf Dominik Kraß
Statistin Außerirdische Anne Dühlmann
  Souffleusen AnnetteMinke                                                           
    Anja Reichard
  Maske Susanne Neumann - Haarstudio Neumann
  Technik Hans-Werner Cybulski
  Bühnenbau Alfons Reinker
  Bühnenbild Willi Wienstroer
  Redaktion Erich Poppenborg

 

WN vom 4.11.13. Bericht und Bilder Andreas Engbert

Butler Johann (Dominik Kraß) serviert Braken. Foto: Engbert

Freckenhorst - 

Es war eine gelungene Premiere, die im ausverkauften Saal des Stiftshofes Dühlmann „über die Bühne“ ging. Die Laienspielschar der Kolpingsfamilie Freckenhorst führte ihr Stück „Een Butler up’n Buernhow“ zum ersten Mal auf und wurde für ihre intensive Probenarbeit und die gelungene Darbietung auf der Bühne vom Premierenpublikum mit viel Applaus und heiterem Gelächter belohnt.

Von Andreas Engbert
Regisseur August Weiser freute sich über die erste Aufführung: „Datt is wat Besunneres“, merkte er in seiner Begrüßung an. Natürlich auf Plattdeutsch, schließlich wurde der „Butler“ in drei Akten auch „up Platt“ vorgeführt.

Das Stück war für Regisseur und Mannschaft eine besondere Herausforderung. Hatte August Weiser doch gleich vier neue Schauspieler gewinnen können, von denen einige zuvor noch überhaupt keine Berührungspunkte mit der plattdeutschen Sprache hatten. Und so galt es, ab August intensiv in die Probenarbeit einzusteigen, um dem Publikum einen vergnüglichen Abend bereiten zu können.

Doch nicht nur schauspielerisch hatte die Gruppe einiges zu meistern. So sorgten unter anderem Hans-Werner Cybulski hinter der Bühne für einen reibungslosen Ablauf und die Technik und Susanne Neumann für die perfekte Maske der Darsteller.

Die Komödie von Hans Schimmel selbst ist ein modernes Stück, in dem es um EU-Subventionen, Kontakt zu Außerirdischen und natürlich um die Liebe geht.

So entwickelt Bauer Jop Dührkopp (Bernd Zurwieden), eine ganz eigene Einstellung zur EU-Subvention, während seine Schwester Birthe (Annette Recker) eher auf handfeste Arbeit setzt und den hofeigenen Trecker repariert, während die heiratswillige Magd Lisbeth (Judith Buller) den Hof schmeißt. Für Ordnung auf dem Hof soll dann Butler Johann (Dominik Kraß) sorgen, was jedoch durch die Besuche von Pastor Udo Glaser (Norbert Stammkötter), Nachbar Fred Bodendiek (Björn Maibaum), Michaela Katzenauer (Katharina Althaus), die ein Auge auf Bauer Jop geworfen hat und Feriengast Monika Lohmann (Hedwig Fenke) nicht immer ganz einfach ist. Als dann auch noch mit Silvia Lüttge (Gudrun Hild) eine Beamtin des Landwirtschaftsministerium auftaucht, ist das Chaos komplett. Für einen durchaus überraschenden Abschluss sorgt Statistin Anne Dühlmann.

Karten für die weiteren Vorstellungen an den Samstagen und Sonntagen im November gibt es zu den Öffnungszeiten in der Fleischerei Minke oder vereinzelt an der Abendkasse.

Weitere Bilder: www.wn.de/Fotos/lokales/Kreis-Warendorf/Warendorf/Plattdeutsches-Theater#1

 

Pressebericht WN vom 2.Oktober 2013

Theatersaison der Laienspielschar der Kolpingfamilie Freckenhorst beginnt am 2. November

 

Subventionen spielen in der Politik und in der Wirtschaft immer wieder mal eine wichtige Rolle. Die, die sie bezahlen müssen, würden sie am liebsten abschaffen. Wenn das die hören, die von ihnen profitieren, geht in der Regel ein Sturm der Entrüstung durch alle Medien. Was hat das mit der Laienspielschar der KF Freckenhorst zu tun, zumal das Theaterstück, das sie ab dem 2. November in insgesamt acht Aufführungen auf die Bühne des Stiftshofes Dühlmann bringt, den  Titel trägt: „Een Butler up´n Buernhow“?

 

Der Besucher wird hingegen schnell feststellen, dass Jop Dührkop ein bodenständiger Landwirt ist, der seine Ländereien wohl zu bestellen weiß und sein Milchvieh ihm eine gesicherte Existenz, aber durchaus keinen Luxus gewährt, und dass er sich auf der anderen Seite zum Experten entwickelt, wenn es um Subventionen der EU geht. Dass er auf seinem Speicher Blanko-Formulare und eine Stempelsammlung des Katasteramts gefunden hat, ist für ihn ein Wink des Schicksals. In diesem Zusammenhang vermehren sich seine Milchkühe und Ländereien auf wundersame Art und Weise, zumindest auf dem Papier. Allerdings benötigt er die ergaunerten Subventionen nicht für sich, sondern für alle, denen es im Moment nicht so gut geht - in gewisser Weise also ein moderner Robin Hood.  Unter seinen Freunden findet sich auch der Dorfpfarrer, der dringend Geld für ein neues Kirchendach benötigt.

Bauer Dührkops Schwester Birthe, gar nicht mit den EU-Tätigkeiten  ihres Bruder einverstanden,   hat sich an einem Preisausschreiben des Landwirtschaftlichen Wochenblattes beteiligt und hofft auf den zweiten Preis, einen Gutschein für die Reparatur eines Traktors.  Nie hätte sie damit gerechnet, dass ausgerechnet sie den Hauptpreis gewinnt, einen Butler Johann, der für eine Woche seinen Dienst in ihrem Haushalt übernimmt.

Als weitere Personen sind da noch Jop`s Nachbar Fred, die Magd Lisbeth,  Michaela Katzenauer, die eine Freundin von Birthe ist, und Monika Lohmann, die sich als Feriengast auf dem Hof von Jop Dührkop eingemietet hat, aber in Wirklichkeit auf Veranlassung ihrer Dienststelle die Berechtigung der überhöhten Zahlungen aus dem Subventionstopf überprüfen muss.

Der Fantasie der Besucher ist es überlassen, sich auszumalen, was alles so passieren kann, wenn man sich aus „Subventionsbetrug“  heraus reden muss. Lassen Sie sich also überraschen oder gönnen Sie sich ein wenig Unterhaltung und Ablenkung von der alltäglichen Geschäftigkeit bei einer der Aufführungen, die am Samstag, 2. November um 19:00 Uhr beginnen und wiederholt werden:

Samstag, 09.11.13 um 19:30 Uhr, Sonntag, 10.11.13 um 15:00 Uhr, Samstag, 16.11.13 um 19:30 Uhr, Sonntag, 17.11.13, um 15:00 Uhr, Samstag, 23.11.13 um 19:30 Uhr, Sonntag, 24.11.13 um 15:00 Uhr und Samstag, 30.11.13 um 19:30 Uhr.

Der Eintritt kostet 7 Euro.

Karten zu den einzelnen Veranstaltungen sind im Vorverkauf bei der Fleischerei & Imbiss Fa. Minke,  Hoetmarer Str. 14, Freckenhorst, Telefon 02581 / 4068 zu den Geschäftszeiten oder auch an der Theaterkasse im Stiftshof zu haben.

 

 

 

 

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